1.Tag – Anreise nach Bukarest
Wir treffen uns am Otopeni-Flughafen in Bukarest. Transfer nach
Zarnesti, am Rande des Piatra Craiului Nationalparks (Fahrtdauer
ca. 3 Stunden). Hier bleiben wir für zwei Nächte in der Pension
Elena, wo wir die schmackhafte rumänische Küche genießen können.
(A)
Übernachtung: Pension Elena, Zarnesti
2.Tag – Piatra Craiului
Von unserer Unterkunft aus haben wir eine tolle Sicht auf den
über 2.000 m hohen, messerscharfen Grat des Höhenzuges Piatra
Craiului (zu deutsch: Königsfelsen). Wir beginnen unsere
Wanderwoche mit einer Rundwanderung im Tal unterhalb dieses
beeindruckenden Bergmassives. Wir folgen einem Feldweg ins Herz
des Piatra Craiului Nationalparks. Der Park beheimatet Wölfe,
Bären und Luchse aber auch zahlreiche Vogelarten, Schmetterlinge
und Reptilien. Vom Tal ragen die massiven Bergwände steil über
die Kiefernwälder auf. Der Kalkwandgrat verläuft auf einer Länge
von 25 km, der höchste Punkt liegt bei 2.238 m. Wir folgen einem
lieblichen Wanderweg entlang eines kleinen Baches. Es geht in
den Wald hinein, unser Wanderweg führt uns 1,5 Stunden lang
stetig bergan bis wir eine Lichtung mit einem iglu-artigen
Unterstand erreichen. Der Wald wird ab hier lichter, wir steigen
weiter auf bis über die Baumgrenze. Von hier aus haben wir einen
fantastischen Ausblick auf den nun unter uns liegenden Wald.
Nachdem wir die außergewöhnliche Felsformation „La Zaplaz“
gekreuzt haben, beginnen wir mit dem Abstieg zurück zum
Ausgangspunkt.
(F, M, A)
Gehzeit: 6-7 Stunden
Übernachtung: Pension Elena, Zarnesti
3. Tag – Balea Bergsee
Nach dem Frühstück machen wir uns mit dem Auto auf in Richtung
Fagarascher Berge. Unser Hauptgepäck können wir in Zarnesti
zurücklassen. Alles was wir für das Trekking in den folgenden
Tagen benötigen (3 volle Tage), müssen wir in unserem Tages-
Wanderrucksack verstauen. Allzu viel sollte das nicht sein, da
wir beispielsweise keine Schlafsäcke benötigen. Nach ca.
2-stündiger Fahrt erreichen wir die Balea Wasserfälle (1.234 m).
Hier beginnt unsere Tour. Wir befinden uns auf einem Ausläufer
des Hauptmassivs der Fagarascher Berge, unser Pfad führt uns an
dessen Flanke entlang in Richtung des Balea Bergsees auf 2.000 m
Höhe. Der Balea Bergsee ist das Ziel unserer Tagesetappe, hier
übernachten wir in einer Berghütte. (F, M, A)
Gehzeit: 5 Stunden
Tour: + 770 m, -174 m, 8 km
Übernachtung: Berghütte, Balea Bergsee
4.Tag – Podragu
Heute beginnen wir unsere Querung der imposanten Fagarascher
Berge, die uns über aussichtsreiche Grate und Gipfel führt. Wir
starten mit einem stetigen Anstieg, um zum Hauptgrat zu gelangen
und passieren dabei das „Teufelsfenster“ sowie einen weiteren
kleinen Bergsee. Auf dem Grat angekommen, genießen wir den
überwältigenden Ausblick. Ab hier folgen wir dem Bergkamm, mal
wandern wir ganz oben, mal knapp unterhalb des Grates.
Schließlich gelangen wir an einen kleinen Pass etwas unterhalb
des Varful Mircii (2.467 m). Hier beginnt unser Abstieg in
Richtung Cabana Podragu (2.135 m), wo wir die Nacht verbringen.
(F, M, A)
Gehzeit: 8,5 Stunden
Tour: + 800 m, -750 m, 9 km
Übernachtung: Berghütte, Podragu
5.Tag – Moldoveanu
Wir bleiben oben auf dem Bergkamm – und werden dafür mit einem
wunderschönen Sonnenaufgang belohnt. Nach dem Frühstück
erklimmen wir den Saua Podraglui (2.305 m). Eine weitere Stunde
folgen wir dem Grat zum Saua Orzanelei und von hier ab nehmen
wir die Besteigung des Varful Moldoveanu, mit 2.544 m der
höchste Gipfel Rumäniens, in Angriff. Der Weg zum Gipfel ist
recht steil und erfordert ein wenig einfache Kletterei. Belohnt
wird unsere Anstrengung mit einem wahrhaft einmaligen
Rundum-Panoramablick auf die Fagarascher Berge, die Bucegi- und
Piatra-Bergketten, die in der Tiefe liegenden Ebenen und auf die
Stadt Sibiu. Nach dem obligatorischen Gipfelfoto ist es Zeit,
den Abstieg anzutreten. Unser Weg führt uns zur „Bärenhöhle“ und
biegt sodann stetig bergab ins Sambata-Tal. Mit dem Erreichen
der Cabana Sambata (1.390 m) ist der Großteil unserer
Anstrengung vorüber. Heute haben wir uns eine Belohnung
verdient, wie wäre es mit dem Pflaumen-Brandy mit Namen „Tulica“
für den die Sambata Hütte bekannt ist? (F, M, A)
Gehzeit: 9-10 Stunden
Tour: + 950 m, -1.650 m, 16 km
Übernachtung: Berghütte, Sambata-Tal
6.Tag – Sambata
Wir lassen die Fagarascher Berge hinter uns. Ca. 4 Stunden
dauert der Abstieg nach Sambata. Hier besteht die Möglichkeit,
eines der wohlhabendsten Kloster Rumäniens zu besichtigen, das
prächtige Brancoveanu Kloster aus dem 17. Jahrhundert. Dieses
wurde zunächst von den Habsburgern vollständig zerstört und erst
im 20. Jahrhundert wieder komplett restauriert. In Sambata
wartet bereits ein Fahrzeug auf uns, um uns in ca. 1,5 Stunden
zurück nach Zarnesti zu bringen. Unsere Gastgeber Gigi und Elena
sowie eine heiße Dusche und ein leckeres Essen warten auf uns.
(F, M, A)
Gehzeit: 4-5 Stunden
Tour: + 50 m, -700 m, 6 km
Übernachtung: Pension Elena, Zarnesti
7.Tag – Schloss Dracula in Bran
Obwohl der heutige Marsch der einfachste der gesamten
Wanderwoche ist, verfügt er über seinen ganz eigenen Reiz. Wir
kommen an kleinen Dörfern vorbei und entdecken so das ländliche
Transsylvanien. Unser Weg durch die malerische Landschaft führt
uns heute zum „Schloss Dracula“ in Bran. Wir verlassen Zarnesti
auf dem gleichen Weg wie an Tag 2. Alsbald geht es leicht
bergauf in das hübsche Dorf Magura, das auf einem langgezogenen
Bergrücken liegt und uns schöne Ausblicke auf die Piatra
Craiului und die Bucegi Berge eröffnet. Wir wandern ohne große
Anstrengung weiter, bis wir nach Bran absteigen. In Bran
angekommen, statten wir „Schloss Dracula“ einen Besuch ab. Diese
beeindruckende Festung liegt auf einem kleinen Hügel, der das
Dorf Bran um ca. 200 m überragt. „Schloss Dracula“ verfügte über
eine Schlüsselstellung, da es sich an der Grenze zwischen der
Walachei und Transsylvanien befindet. Natürlich war Bram
Stoker’s Dracula ein fiktiver Charakter und Schloss Dracula
wurde somit auch nie von ihm bewohnt – übrigens auch nicht von
Vlad Tepes, der als reale Vorlage für Bram Stoker’s Figur gilt.
Allerdings kommt das „Schloss Dracula“ von Bran dem
Hollywood-Bild eines solchen Schlosses am nächsten. Davon können
Sie sich, genauso wie viele andere begeisterte Besucher, vor Ort
überzeugen. Nach dem Schlossbesuch werden wir mit dem Auto
abgeholt und zurück nach Zarnesti gebracht. Hier wartet ein
absoluter Höhepunkt zum Abschluss unserer Reise auf uns. In
einem traditionellen Pferdegespann geht es hinaus in die Natur,
wo wir unsere Wanderwoche mit Blick auf die umliegenden Berge
bei einem leckeren Grillabend beschließen. (F, M, A)
Gehzeit: 6 Stunden
Tour: + 710 m, -655 m, 16 km
Übernachtung: Pension Elena, Zarnesti
8.Tag – Rückreise
Nach dem Frühstück nehmen wir Abschied von Transsylvanien. Mit
dem Gruppenbus geht es zurück zum Otopeni-Flughafen in Bukarest.
(F)