1.Tag: Anreise nach München
München ist von allen Teilen Deutschlands aus sehr gut zu erreichen, sei es per Flugzeug, Zug oder Bus. Wir treffen uns im gebuchten Hotel um 19.00 Uhr und bummeln dann gemeinsam über den Marienplatz zum Biergarten (bei schlechtem Wetter weichen wir aus in einer der urgemütlichen alten Brauereigasthöfen in der Innenstadt). Begrüßung durch den Wanderführer von Hagen Alpin Tours und kurze Einweisung in die bevorstehende Tour.
2.Tag: Ins Karwendel
Durch das flache Voralpenland lassen wir uns fahren und bewundern die reizvolle Landschaft vom Bus aus. Erst in Hinterriß schnüren wir unsere Wanderschuhe und machen uns auf den Weg zum Karwendelhaus, wo wir heute übernachten. Zunächst folgen wir dem Johannisbach ins gleichnamige Tal, bis wir den kleinen Ahornboden erreichen: eine liebliche Au mit uralten Ahornbäumen bewachsen. Wenn sich im Herbst das Laub färbt, kommen hunderte von Menschen, um dieses außergewöhnliche Fleckchen Erde zu bewundern. Nach kurzer Rast setzen wir unseren Weg zum Karwendelhaus fort (1.760 m). (F, A)
Gehzeit: 5 Stunden
Höhenunterschied: ↑ 850 m/ ↓ 0 m
3.Tag: Karwendel - Halleranger Alm
Das Karwendelgebirge ist eines der größten Naturschutzgebiete der Alpen, das sich Bayern und Tirol teilen. Der Großteil des Gebirges gehört zu Österreich. Beliebt und bekannt ist das Karwendel wegen seiner Wildheit und Einsamkeit. Die heutige Etappe beschert uns gleich einen stolzen Gipfel, die 2.749 m hohe Birkkarspitze, der höchste Gipfel des Karwendels. Wir genießen die Ruhe und lassen den Blick über endlos scheinende Gipfel aus Kalk- und Dolomitgestein schweifen. Weiter geht es Richtung Süden, dem Birkkarbach folgend bis zur Jagdhütte im Hintersautal. Unser Ziel ist die Halleranger Alm auf 1.776 m Höhe. (F, A)
Gehzeit: 9 Stunden
Höhenunterschied: ↑ 1.510 m/ ↓ 1.510 m
4.Tag: Wattens in Tirol im Inntal
Die heutige Etappe verspricht etwas weniger anstrengend zu werden als die des Vortages. Wir steigen auf zum Lafatscher Joch auf 2.081 m Höhe, dann über Issanger und das 1.668 m hohe Issjöchl hinunter zu den Herrenhäusern. Hier wurde in früheren Jahren Salz abgebaut, das ehemalige Museum wurde aber leider von einer Lawine zerstört. Wir folgen dem Weg weiter ins Inntal, bis wir schließlich Wattens in Tirol erreichen. Ein gemütliches Bett und eine warme Dusche warten heute auf uns. (F)
Gehzeit: 6 Stunden
Höhenunterschied: ↑ 400 m/ ↓ 1.600 m
5.Tag: Lizumer Hütte
Unser heutiges Ziel ist die Lizumer Hütte. Wir starten am Kreuzweg, passieren einige Dörfer, folgen dem Lauf des Wattenbachs bergauf und erreichen zur Mittagszeit den Gasthof Haneburger. Weiter wandern wir südwärts zum Lager Walchen und über den schönen Zirbenweg zur Lizumer Hütte auf 2.019 m Höhe. (F, A)
Gehzeit: 7 Stunden
Höhenunterschied: ↑ 1.490 m/ ↓ 0 m
6.Tag: Pfitscherjochhaus
Über das Torjoch und vorbei an den idyllisch gelegenen Torseen überschreiten wir das Ramsjoch und die berühmte Grüblspitze. Nach kurzem Abstieg schweben wir knieschonend mit der Eggalmbahn ins Tuxer Tal. Dort fahren wir mit dem Bus über Mayrhofen zum Schlegeisspeicher. Nach der Stärkung marschieren wir auf den Grenzkamm des Pfitscher Joch, wo wir im gleichnamigen Haus übernachten. Die Mutigen schwimmen noch im herrlich gelegenen See mit dem Wanderführer um die Wette. (F, A)
Gehzeit: 6 Stunden
Höhenunterschied: ↑ 900 m/ ↓ 650 m
7. Tag: Schlüterhütte
Vom Pfitscherjoch, wo nach dem Ersten Weltkrieg die Grenze zwischen Nord- und Südtirol gezogen wurde, steigen wir ab nach Stein, wo wir vom Taxi abgeholt werden. An Sterzing vorbei fahren wir ins Villnößtal zum Würzjoch. Hier schultern wir wieder unseren Rucksack und machen uns auf den Weg zur Schlüterhütte (F, A).
Gehzeit: 5,5 Stunden
Höhenunterschied: ↑ 400 m/ ↓ 520 m
8.Tag: Grödnerjoch - Berghaus Frara
Wir befinden uns nun im Herzen der Dolomiten. Wir nehmen heute auf der Höhe von 2.300 m und 2.600 m ein Joch nach dem anderen, fast mühelos wandern wir hoch oben mit großartigem Ausblick dahin. So passieren wir das Kreuzjoch, die Roascharte und die Forcella Nivea, dann wird es Zeit für die Mittagsrast auf der Puezhütte. Wir genießen den spektakulären Blick ins Langental. Weiter geht’s zunächst leicht bergab und dann wieder hinauf zum Ciampaijoch und zum Crespeinajoch. Wir queren die Crespeina Hochfläche und gelangen bald zum Grödnerjoch – die Zivilisation hat uns wieder. Übernachtung im Berghaus Frara im Lager. (F, A)
Gehzeit: 7 Stunden
Höhenunterschied: ↑1.000 m/ ↓ 1.170 m
9. Tag: Forcella Pordoi
Die heutige Etappe ist kurz, bis zur Mittagspause sind wir schon bei unserem Ziel, der Hütte Forcella Pordoi (2.849 m), angelangt. Kurze Rast, dann lockt ein 3.000er, der Piz Boé (3.152 m). Nur etwa 1 Stunde benötigen wir für den Aufstieg von der Hütte zum Gipfel und genießen von luftiger Höhe eine herrliche Aussicht auf Dolomiten, Zillertaler, Stubaier und Ötztaler Alpen. Auch der Ortler zeigt sein stolzes Gesicht. Südwärts blicken wir auf die vor uns liegende Wegstrecke mit der firnschimmernden Marmolada im Blickfeld. (F, A)
Gehzeit: 5 Stunden
Höhenunterschied: ↑ 1030 m/ ↓ 300 m
10. Tag: Refugio Dolomia
Zunächst heißt es wieder hinunter, ein Abstieg bis zum Pordoijoch ist angesagt. Wir queren die Straße aber schnell, um wieder in der Stille des Gebirges zu verschwinden. Stets die stolze Marmolada im Blickfeld wandern wir über den Fedaia-Pass bis zum Lago di Fedaia (2.053 m), wo wir unsere letzte Nacht verbringen, bevor es Richtung Venedig und zurück in die Zivilisation geht. (F, A)
Gehzeit: 6 Stunden
Höhenunterschied: ↑ 240 m/ ↓ 1.070 m
11. Tag: Fedaiasee - Belluno
Unser letzter Wandertag steht bevor. Wir halten uns auf der Südseite des Fedaiasees in Richtung Alleghe. Besonders malerisch ist die Etappe durch die Sottogudaschlucht, in der wir nicht nur die „Heilige Jungfrau der Serrai“ im Felsen entdecken, sondern auch Zugänge zu unterirdischen Tunnels, die Soldaten im Ersten Weltkrieg gegraben haben. Wir folgen dem Pettorinabach und dem kleinen Fluss Cordèvole weiter in Richtung Alleghe. In dem hübschen Ort am Ufer des Alleghe-Sees lassen wir uns vom Bus abholen. Den Rucksack und die Wanderschuhe ins Fahrzeug verladen und weiter geht’s Richtung Venedig. Übernachtung in Belluno bei Venedig. (F)
Gehzeit: 4,5 Stunden
Höhenunterschied: ↑ 0 m/ ↓ 1.100 m
12.Tag: Venedig - Heimreise
Ganz zeitig machen wir uns auf den Weg in die Innenstadt – wer möchte nicht bald auf dem Marcusplatz einen Cappuccino trinken? Wir genießen den Tag in einer der schönsten Städte der Welt, bis wir abends mit dem Zug gen Heimat reisen oder eines der zahlreichen Flugangebote nutzen (in Eigenregie). (F) Wir können stolz sein, diese außergwöhnliche und anspruchsvolle Alpenüberquerung von München nach Venedig gemeistert zu haben!
F = Frühstück, A = Abendessen
Wichtiger Hinweis:
Es kann jederzeit zu wetterbedingten Änderungen im Tourenverlauf kommen!










