Durchquerung der Alpen durch 4 Länder von Mittelberg nach Meran

Die Überquerung der Alpen zu Fuß ist etwas ganz Besonderes! Die meisten Leute nutzen dafür den beliebten Klassiker E5 von Oberstdorf nach Meran. Auf dieser Tour nutzen wir die stillen Pfade zur Überquerung der Alpen durch 4 Länder von Mittelberg nach Meran.

Vom stillen Engadin aus wagen wir den Sprung auf die Südseite der Alpen. Wir wollen das erleben lassen, was eine Überquerung der Alpen von Norden nach Süden so besonders macht. Von Mittelberg im Kleinwalsertal nach Meran durch die Allgäuer Alpen, das Verwallgebirge, die Silvretta hinüber auf die Alpensüdseite ins Engadin hinein und über dem Vinschgau auf Höhenwegen und zuletzt den berühmten Waalwegen bis nach Meran hinein laufen. Wir kommen dabei durch 4 Länder von Deutschland über Österreich in die Schweiz und zuletzt bis nach Italien – Natur, Kultur, Klima und Kulinarik. Einzelne kurze Transfers ermöglichen die Durchführung dieser besonderen Alpenüberquerung innerhalb einer Wanderwoche.

Unsere Wanderführer Marion und Carsten stammen aus dem Allgäuer Dorf Mittelberg und führen mit Begeisterung und einschlägiger Erfahrung bereits seit vielen Jahren unsere Gäste durch die alpine Bergwelt.

Tipp der Bergführer:
Als weitere interessante Alternativ-Route zum Fernwanderweg E5 empfehlen wir die Wanderung auf Urwegen.

Progammablauf

1. Tag: Anreise in Eigenregie nach Oy-Mittelberg
Anreise in Eigenregie zum Hotel Sonnenhang*** in Oy-Mittelberg. Sie können Ihr Fahrzeug kostenlos parken. Am Abend um 19.00 Uhr begrüßen uns unsere Wanderführer Marion und Carsten. Nach einer kurzen Einweisung in den Ablauf der Wanderwoche gehen wir gemeinsam zum Abendessen.

2. Tag: Aufstieg zur Widdersteinhütte
Ein Bus bringt uns morgens von Oy-Mittelberg nach Mittelberg im Kleinwalsertal. Hier am Beginn des idyllischen Gemsteltales beginnen wir unsere Überquerung der Alpen. Erst dem Talboden folgend gelangen wir an den Gemstelalpen vorbei hinauf zum Gemstelpass, von dem es nur noch wenige Minuten bis zur Widdersteinsteinhütte am Fuße des Widdersteins sind. Erste Ausblicke über Warth hinweg in die Lechtaler Alpen und das Lechquellengebirge eröffnen sich hier von der Sonnenterrasse.

Gehzeit: 3 - 4 Stunden
Höhenunterschied: ↑ 900 m / ↓ 50 m

3. Tag: Warth - Kaltenberghütte
Über schöne Wiesenwege steigen wir bergab nach Hochkrumbach und folgen dem Walserweg hinab nach Warth hinein. Gelegenheit, sich bei der örtlichen Käsküche mit regionalen Leckereien zu versorgen. Von hier bringt uns ein Transfer zur Alpe Rauz am Arlbergpass. Ein einfacher Aufstieg führt uns in das Verwallgebirge hinein zur kleinen Kaltenberghütte.
Option: Besteigung des Widderstein über einen drahtseilversicherten Steig: 550 m in ca. 1,5 Stunden.

Gehzeit: 3 - 4 Stunden
Höhenunterschied: ↑ 500 m / ↓ 500 m

4. Tag: Von der Kaltenberghütte zur Neuen Heilbronner Hütte
Heute geht’s zur Sache, ein langer Tag steht bevor. Ein gemächlich beginnender Aufstieg führt uns allmählich in die Welt der Felsen hinauf zur Krachelspitze. Nach einem kleinen Abstieg führt der Weg noch einmal hinauf zum Gstansjöchli, wo wir unsere Mittagspause mit eigener Brotzeit machen. Danach geht es ordentlich hinab zur Konstanzer Jagdhütte. Im Talgrund angelangt verschnaufen wir noch einmal, um dann den lang gestreckten aber einfachen Aufstieg zur Neuen Heilbronner Hütte anzugehen, die oberhalb der Scheidseen gelegen ist.

Gehzeit: 7 - 8 Stunden
Höhenunterschied: ↑ 1.400 m / ↓ 1.200 m

5. Tag: Zur Jamtalhütte
Unsere heutige Wanderetappe führt uns in die Silvretta. Zunächst steigen wir zum Muttenjoch auf über 2.600 m hinauf bevor ein teilweise steiler Abstieg nach Galtür folgt. Hier machen wir auch unsere Mittagspause. Nun folgt der sehr lange und gestreckte Aufstieg zur Jamtalhütte. Hier kann man richtig Gas geben oder gemütlich die 600 Höhenmeter in 3 Stunden hinaufschlendern. Oder das Hüttentaxi nutzen….Den langen Tag beschließen wir auf der Hüttenterrasse mit großartiger Bergkulisse und Gletscherblicken – der Piz Buin ist nun schon in nächster Nähe.

Gehzeit: 7 - 8 Stunden
Höhenunterschied: ↑ 1.100 m / ↓ 1.300 m

6. Tag: Über den Futschölpass ins Engadin
Auf geschichtsträchtigem Weg geht es heute auf die Alpensüdseite. Auf diesem Weg sind die ersten Siedler aus dem Engadin nach Galtür herüber gekommen. Der Weg über den Futschölpass wurde auch als Handels- und Schmugglerweg benutzt. Über viele Bäche hinweg geht es hinauf bis auf 2.768 m am Futschölpass. Mit eindrucksvollen Ausblicken steigen wir hinab durch das paradiesische Val Urschai und das Val Tasna mit seinem wildschäumenden Bach in das Unterengadin in der Nähe von Scuol. Es wird merklich wärmer! Wir übernachten in einem Gasthaus in Ardez.

Gehzeit: 6 - 7 Stunden
Höhenunterschied: ↑ 600 m / ↓ 700 m

7. Tag: Zur Sesvennahütte - Schlinig
Ein kurzer Transfer bringt uns zum Ausgangspunkt unseres heutigen Aufstieges zur Sesvennahütte. Dieser führt uns durch die beindruckende Uina-Schlucht mit ihren Galeriewegen und Tunnels. Der in die steile Felswand gesprengte, rund 600 Meter lange Weg, wurde anfangs des neunzehnten Jahrhunderts zu Schmugglerzwecken angelegt. Bald erreichen wir die schön gelegene Sesvennahütte. Zeit für eine Einkehr auf der Sonnenterrasse, der kleine See nahe der Hütte lädt zu einem erfrischenden Bad oder die saftigen Wiesen zu einem Nickerchen ein. Anschließend geht es ausgeruht auf einfachem Weg hinab nach Schlinig, wo uns ein Transfer zum Gasthof Paflur bringt. Der Gasthof liegt wunderschön auf 1.500 m hoch über dem Vinschgauer Talgrund.

Gehzeit: 5 - 6 Stunden
Höhenunterschied: ↑ 1.200 m / ↓ 650 m

8. Tag: Die Königsetappe des Vinschgauer Höhenwegs von Paflur nach St. Martin
Vom Gasthof Paflur führt der Vinschger Höhenweg zu den Rimphöfen und weiter Richtung Schlandersberg. Eine Einkehrmöglichkeit bietet der Fisolguthof am Schlandersberg mit kurzem Abstieg. Am Sonnenberg entlang führt die Wegstrecke vorbei an verfallenen Bergbauernhöfen. Die Hofruinen Zuckbühel und Lagar mussten wegen der Wasserknappheit am Vinschger Sonnenberg den Betrieb einstellen. An den Bergbauernhöfen Forra und Egg vorbei gelangt man nach St. Martin im Kofel. Das kleine Bergdorf oberhalb von Latsch zählt mit seinen 120 Einwohnern und der Wallfahrtskirche „Zum Heiligen Martin“ zu den schönsten Ausflugszielen Südtirols. Mit der Seilbahn geht es hinab nach Latsch, wo wir in einem Gasthof übernachten.

Gehzeit: 8 - 9 Stunden
Höhenunterschied: ↑ 1.350 m / ↓ 1.150 m

9. Tag: Über Waalwege nach Meran
Mit dem Zug fahren wir nach Oberplars, wo die Algunder Waalwege nach Meran beginnen. Auf diesen gelangen wir durch die Weinberge und Obstplantagen nach Dorf Tirol oberhalb von Meran. Hier kehren wir mittags noch einmal ein bevor uns das mediterrane Meran empfängt. In einer typischen Meraner Gartenwirtschaft lassen wir unsere großartige Überquerung der Alpen durch 4 Länder ausklingen. Übernachtung im Hotel in Meran.

Gehzeit: 2 - 3 Stunden
Höhenunterschied: ↑ 150 m / ↓ 400 m

10. Tag: Heimreise
Nach dem Frühstück Bustransfer zurück nach Oy-Mittelberg und weitere Heimreise in Eigenregie.

Wichtiger Hinweis:
Es kann jederzeit zu wetterbedingten oder organisatorischen Änderungen im Tourenverlauf kommen.

Termine und Preise

Von Bis Info
VonBisDZ/LagerInfo
11.08.201720.08.2017€ 970,-Wanderführer Marion Zobel und Carsten Hell

Leistungen

  • 5 Übernachtungen in Gasthöfen und Hotels der Mittelklasse mit Halbpension (außer an Tag 9)
  • 4 Übernachtungen in Hütten im Lager/Mehrbettzimmer mit Halbpension
  • Talfahrt mit der Seilbahn
  • Hüttentaxi zur Jamtalhütte
  • Alle Transferfahrten gemäß Programm
  • Wanderurkunde
  • Qualifizierte Wanderführer Marion Zobel & Carsten Hell von Hagen Alpin Tours

Nicht inbegriffen

  • Anreise nach Oy-Mittelberg (Parken gratis)
  • Nicht aufgeführte Mahlzeiten, Getränke
  • Abendessen in Meran (Tag 9)
  • Trinkgeld, Persönliche Ausgaben, Eintrittsgelder
  • Sonstige Seilbahnfahrten oder nicht erwähnte Transfers
Kaltenberghütte

Unterkunft

  • 4 Übernachtungen in urigen Berghütten
    im Lager bzw. Mehrbettzimmer mit Halbpension
  • 5 Übernachtungen im Gasthof oder Hotel der Mittelklasse im Doppelzimmer

Gruppengröße

10 - 20 Teilnehmer

Anforderungen/Voraussetzung

Gesunde körperliche Verfassung, sehr gute Kondition, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. Ausdauer für Tagesetappen zwischen 4 und 9 Stunden reiner Gehzeit und Höhenunterschiede bis zu 1.400 m im Aufstieg und bis zu – 1.300 m im Abstieg. Es gibt auch felsige Passagen die mit Drahtseilen versichert sind, diese Passagen verlangen Trittsicherheit und alpine Erfahrung. Bitte beachten Sie unsere Ausrüstungstipps!. Das gesamte Gepäck muss selbst getragen werden, der Rucksack sollte daher nicht mehr als 10 - 12 kg wiegen.

Klima

Rechnen Sie mit jedem Wetter, es kann sehr warm werden, aber auch regnen, in hohen Lagen ist auch immer Schnee möglich. Wichtig ist ein sehr guter Regenschutz, Mütze und Handschuhe.

Ausrüstungsliste

  • 1 Rucksack ca. 50 Liter Volumen
  • Kreditkarte, Bargeld in Euro
  • 1 Paar Bergschuhe mit guter Profilsohle (die Schuhe müssen über die Knöchel hinausreichen)
  • 2 Paar Wandersocken
  • 1 Paar Sport- oder Turnschuhe oder Sandalen
  • 1 Anorak, wind- und wasserdicht mit Kapuze (am besten aus Goretex)
  • 1 Überhose, wind- und wasserdicht (am besten aus Goretex)
  • 1 Pullover/Jacke (Wolle oder Faserpelz)
  • 1 Trekkinghose`
  • 1 kurze Hose
  • 1-2 langärmelige Hemden, T-Shirts
  • Thermounterwäsche
  • Warme Mütze und Handschuhe (beides sehr wichtig!)
  • 1 Stirnlampe oder Taschenlampe
  • 1 Wasserflasche mit mindestens 1 l Fassungsvermögen
  • 1 Hüttenschlafsack
  • Sonnenhut, Sonnenbrille, Sonnencreme
  • Fotoausrüstung, Fernglas
  • Taschenmesser
  • persönliche Medikamente (Verbandsmaterial, Verdauungsstörungen, Kopfweh, Erkältung)
  • Teleskopwanderstöcke als Gehhilfe (Empfehlung)
  • Für diese Tour brauchen Sie keine Steigeisen!
Blütenpracht
Blütenpracht
Rast im Walsertal
Rast im Walsertal
Steinböcke
Steinböcke
Edelweiss
Edelweiss
Vinschgau
Vinschgau
Kaltenberghütte
Kaltenberghütte
Sesvennahütte
Sesvennahütte