Rund ums Zermatt

Möchte oder gar sollte jeder deutsche Wanderer einmal auf der Zugspitze gewesen sein? Wahrscheinlich schon! Wir kombinieren dieses imposante Gipfelziel mit der Erkundung der umliegenden Gebirgsstöcke, wie dem Karwendel und Wetterstein. Das Karwendel durchqueren wir sozusagen in seinem Herzen und gelangen über die mächtige Karwendelspitze nach Mittenwald hinab. Beim Wettersteingebirge nutzen wir die sonnigen Südhänge, um zunächst aufs Zugspitzplatt zu gelangen, das die Besteigung des Zugspitzgipfels möglich macht. Dann ist er erreicht, der höchste Gipfel Deutschlands!

Unsere Wanderführer Marion und Carsten stammen aus dem Allgäuer Gebirgsdorf Mittelberg und sind die letzten 10 Jahre beim Wandern schon ein wenig herumgekommen. Viele unserer Touren in den Alpen haben Sie schon gemacht.

Nun leiten Sie auch unsere Tour durchs Karwendel und Wettersteingebirge in Österreich und Bayern. Dabei wird auch abschließend das Zugspitzmassiv bezwungen.
Unterwegs rasten wir in verschiedenen Hütte auf dem Weg wie dem Karwendelhaus, der Hochland- und Brunnsteinhütte.

Progammablauf

1. Tag: Anreise in Eigenregie nach Lermoos am Fuße der Zugspitze
Am Abend um 19.00 Uhr begrüßen uns unsere Wanderführer Marion und Carsten. Nach einer kurzen Einweisung in den Ablauf der Wanderwoche gehen wir gemeinsam zum Abendessen.

2. Tag: Transfer von Lermoos nach Pertisau am Achensee, Aufstieg zur Lamsenjochhütte
Ein Bus bringt uns morgens von Lermoos nach Pertisau am Ufer des Achensees. Der Achensee ist mit 9 km Länge der größte See in Tirol. Hier beginnen wir unsere Durchquerung des Karwendels und wandern in das Falzturntal hinein. Auf einer der Almen im Tal kehren wir zur Mittagsrast ein. Gestärkt gehen wir den steilen Anstieg zur Lamsenjochhütte hinauf, während über uns die Lamsenspitze thront. Am Nachmittag bleibt genügend Zeit zum Ankommen, Entspannen oder noch Herumkraxeln, jeder nach seinem Geschmack.

Gehzeit: ca. 4-5 Stunden
Höhenunterschied: ↑ 1.000 m / ↓ 0 m

3. Tag: Von der Lamsenjochhütte über die Falkenhütte zum Karwendelhaus
Morgenstund hat Gold im Mund, daher beginnen wir diesen langen Tag früh und steigen vom Westlichen Lamsenjoch in die „Eng“ hinab. Talauswärts können wir den berühmten „Großen Ahornboden“ gut erkennen – mehr als 2000, zum Teil über 600 Jahre alte Bergahorne stehen dort verteilt. In einem kleinen Bauernladen kann sich, wer mag, mit Speck und dem beliebten Enger Käse für unsere Wanderwoche eindecken. Unser Weg führt nun hinauf zum Hohljoch. Am Fuß der gewaltigen, aus 1000 m senkrechtem Fels bestehenden Lalidererwänden wandern wir zur Falkenhütte am Spielissjoch, wo wir einkehren. Von hier geht es hinab durch den Kleinen Ahornboden und wieder hinauf bis zum Karwendelhaus, wo wir uns auf ein verdientes Abendessen freuen.

Gehzeit: ca. 7-8 Stunden
Höhenunterschied: ↑ 1.200 m / ↓ 1.300 m

4. Tag: Vom Karwendelhaus über das Bärnalpl zur Hochlandhütte
Gemächlich zieht sich der Weg durch Latschenfelder bergan zum Bärnalplsattel, der auch die Grenze zu Deutschland markiert. Jetzt beginnt der Gjaidsteig, ein leichter, versicherter Weg entlang durch Geröllfelder und steile Berghänge am Fuße der Raffelspitzen. Über das Kampleitenjoch geht es zum Wörnersattel, von wo aus wir einen schönen Blick hinab ins Tal nach Mittelwald haben und die Hochlandhütte bereits sehen können. Ein Abstieg durch die Latschen führt uns zur heutigen Übernachtungsstätte.

Gehzeit: ca. 5-6 Stunden
Höhenunterschied: ↑ 700 m / ↓ 900 m

5. Tag: Von der Hochlandhütte über die westliche Karwendelspitze zur Brunnsteinhütte
Durch Geröll und an einfachen Seilsicherungen entlang geht es hinauf zum Predigtstuhl. Beim Abstieg ins Dammkar eröffnen sich eindrucksvolle Blicke in dieses wohl berühmteste Kar und die steile Skiabfahrt des Karwendels. Wir queren auf der Höhe und steigen hinauf zur Bergstation der Karwendelbahn. Seilversichert erklimmen wir jetzt die Westliche Karwendelspitze und genießen den gewaltigen Ausblick. Über den Heinrich-Noe-Steig erreichen wir auf schmalen Pfaden mit leichten Drahtseilversicherungen an den nötigen Stellen im Abstieg die kleine Brunnsteinhütte hoch über Mittenwald. Schöne Blicke hinüber zum Wettersteingebirge lassen den Tag in der Abendsonne ausklingen.

Gehzeit: ca. 6 - 7 Stunden
Höhenunterschied: ↑ 1.000 m / ↓ 1.100 m

6. Tag: Abstieg nach Mittenwald, Busfahrt nach Leutasch, Aufstieg zur Wettersteinhütte
Über den Leitersteig und die spektakuläre Hängebrücke über die Sulzeklamm erreichen wir Mittenwald. Je nach Wetter verweilen wir hier ein wenig, schauen uns in Mittenwald um und essen hier auch zu Mittag oder setzen gleich unseren Weiterweg nach Ober-Leutasch mit dem öffentlichen Bus fort. Dort folgt ein knapp 2-stündiger Aufstieg zur Wettersteinhütte auf der sonnigen Südseite des Wettersteingebirges. Eine sonnige Terrasse lädt zum Verweilen ein.

Gehzeit: 4 - 5 Stunden
Höhenunterschied: ↑ 600 m / ↓ 700 m

7. Tag: Von der Wettersteinhütte zur Knorrhütte auf dem Zugspitzplatt
An den Südhängen des Wettersteins führt uns der Weg über den Schönberg, die Rotmoosalm und das Feldernjöchl zum Gatterl, dem Zugang zum Zugspitzmassiv. Nach Süden hin präsentiert sich die gewaltige Mieminger Kette, die förmlich über dem Inntal thront. Fast auf der Höhe bleibend führt uns nun der Plattsteig zur Knorrhütte im Herzen des Zugspitzmassivs. Das Zugspitzplatt ist eine nach Osten hin offene, riesige halbrunde Arena, in der wir karges und felsiges Hochgebirge im höchsten Skigebiet Deutschlands mit seinen 3 von insgesamt 5 deutschen Gletschern erleben.

Gehzeit: 6 - 7 Stunden
Höhenunterschied: ↑ 1.100 m / ↓ 750 m

8. Tag: Gipfelsturm
Heute geht es ganz entspannt auf den höchsten Gipfel Deutschlands, die Zugspitze. Am Schneefernerhaus vorbei steigen wir auf einem versicherten Steig zum Münchner Haus an der Bergstation der Zugspitzbahnen hinauf. Von der vermutlich reichlich belebten Sonnenterrasse des Münchner Hauses aus ist der eigentliche Gipfel der Zugspitze dann nur noch ein Klacks. Hier kehren wir ein und genießen das Gefühl, den höchsten Berg Deutschlands ohne technische Hilfsmittel bestiegen zu haben. Je nach Wetter verweilen wir dort mehr oder weniger lange und fahren dann mit der Bahn hinab nach Ehrwald. Der Bus bringt uns zurück zu unserem Hotel in Lermoos, wo sich der Kreis von Karwendel, Wetterstein mit der Besteigung der Zugspitze schließt. In alt bewährter Manier lassen wir unsere Wanderwoche gemeinsam ausklingen!

Gehzeit: 3 - 4 Stunden
Höhenunterschied: ↑ 900 m

9. Tag: Abreise in Eigenregie

Wichtiger Hinweis:
Es kann jederzeit zu wetterbedingten oder organisatorischen Änderungen im Tourenverlauf kommen.

Termine und Preise

VonBisDZ/LagerInfo
13.08.201621.08.2016€ 845,-

Leistungen

  • 2 Übernachtungen im Gasthof/Hotel Juchhof*** in Lermoos inkl. Halbpension
  • 6 Übernachtungen auf der Hütte im Lager / Mehrbettzimmer mit Halbpension
  • Privatbus von Lermoos nach Pertisau
  • alle weiteren Transferfahrten
  • Talfahrt mit der Tiroler Zugspitzbahn
  • Wanderführer von HAGEN ALPIN TOURS (Carsten Hell & Marion Zobel)
  • Wanderurkunde

Nicht inbegriffen

  • Anreise nach Lermoos, evtl. Parkgebühren
  • Nicht aufgeführte Mahlzeiten, Getränke
  • Trinkgeld, Persönliche Ausgaben, Eintrittsgelder
  • Sonstige Seilbahnfahrten oder nicht erwähnte Transfers
Gasthof/Hotel Juchhof*** in Lermoos

Unterkunft

Beispiel: Gasthof/Hotel Juchhof*** in Lermoos

  • 2 Übernachtungen im Gasthof/Hotel Juchhof*** in Lermoos mit Halbpension im Doppelzimmer
  • 6 Übernachtungen in urigen Berghütten
    im Lager bzw. Mehrbettzimmer mit Halbpension

Gruppengröße

10 - 20 Teilnehmer

Anforderungen/Voraussetzung

Gesunde körperliche Verfassung, sehr gute Kondition, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. Ausdauer für Tagesetappen zwischen 4 und 8 Stunden reiner Gehzeit und Höhenunterschiede bis zu 1.200 m im Aufstieg und bis zu – 1.300 m im Abstieg. Es gibt auch felsige Passagen die mit Drahtseilen versichert sind, diese Passagen verlangen Trittsicherheit und alpine Erfahrung. Bitte beachten Sie unsere Ausrüstungstipps!. Das gesamte Gepäck muss selbst getragen werden, der Rucksack sollte daher nicht mehr als 10 - 12 kg wiegen.

Klima

Rechnen Sie mit jedem Wetter, es kann sehr warm werden, aber auch regnen, in hohen Lagen ist auch immer Schnee möglich. Wichtig ist ein sehr guter Regenschutz, Mütze und Handschuhe.

Ausrüstungsliste

  • 1 Rucksack ca. 50 Liter Volumen
  • Kreditkarte, Bargeld in Euro
  • 1 Paar Bergschuhe mit guter Profilsohle (die Schuhe müssen über die Knöchel hinausreichen)
  • 2 Paar Wandersocken
  • 1 Paar Sport- oder Turnschuhe oder Sandalen
  • 1 Anorak, wind- und wasserdicht mit Kapuze (am besten aus Goretex)
  • 1 Überhose, wind- und wasserdicht (am besten aus Goretex)
  • 1 Pullover/Jacke (Wolle oder Faserpelz)
  • 1 Trekkinghose`
  • 1 kurze Hose
  • 1-2 langärmelige Hemden, T-Shirts
  • Thermounterwäsche
  • Warme Mütze und Handschuhe (beides sehr wichtig!)
  • 1 Stirnlampe oder Taschenlampe
  • 1 Wasserflasche mit mindestens 1 l Fassungsvermögen
  • 1 Hüttenschlafsack
  • Sonnenhut, Sonnenbrille, Sonnencreme
  • Fotoausrüstung, Fernglas
  • Taschenmesser
  • persönliche Medikamente (Verbandsmaterial, Verdauungsstörungen, Kopfweh, Erkältung)
  • Teleskopwanderstöcke als Gehhilfe (Empfehlung)
  • Für diese Tour brauchen Sie keine Steigeisen!