Lechtaler Alpen, Hüttenwanderung

Quer durch die Lechtaler Alpen: Hüttenwanderung von Namlos nach Zürs. Genießen Sie herrliche Ausblicke auf die Allgäuer, Stubaier und Ötztaler Alpen.

Die Lechtaler Alpen sind wild – und sie sind einsam. Erst recht, wenn stille Pfade gekannt und genutzt werden. Es führen kaum Seilbahnen und Straßen zu den Gipfeln und Hochgebirgswiesen. An acht Wandertagen mit maximal 6-7 Stunden kann das Erlebnis Hüttenwandern ideal genutzt werden. Die Ausblicke auf die Allgäuer, Stubaier und Ötztaler Alpen sowie auf das Ortlermassiv, die Bernina, das Verwallgebirge und den Rätikon lassen die Wanderherzen höher schlagen. Begleitet wird die Tour von Wanderführern von Hagen Alpin Tours.

Die Tour beginnt im idyllischen Oy-Mittelberg, unkompliziert zu erreichen per Bahn oder über die A 7. Am nächsten Tag geht’s per Bus ins Namloser Tal, ein kleines Seitental des Lechtals – wild und idyllisch. So manch einer wird sich vielleicht fragen, wo wir gelandet sind. Von hier aus machen wir uns auf den Weg auf die Berge und kommen an wunderschönen Wiesen und Bächen vorbei. Auf den Höhenwegen können wir grandiose Ausblicke auf weitere Bergketten und in die Täler genießen. Nachdem wir über eine Woche in Hütten übernachtet haben, erreichen wir Zürs, das Ziel der Reise. Ein Bus holt uns von dort ab und bringt uns zurück nach Oy-Mittelberg. Dort wird zum Ausklang und Abschiednehmen die letzte Nacht im bereits bekannten Gasthof verbracht.

Auch interessant:
Von Hütte zu Hütte - Wanderung durch den Rosengarten - Hüttenwanderung durch einen der schönsten Teile der Dolomiten.

Programmablauf

1. Tag: Anreise nach Oy-Mittelberg
Oy-Mittelberg liegt auf ca. 1.000 m Höhe, 17 km südlich von Kempten in ländlicher Idylle. Der heilklimatische Kurort ist sowohl mit der Bahn, als auch mit dem eigenen Auto gut erreichbar. Mit dem Zug fahren Sie ca. 6,5 Stunden von Düsseldorf über Kempten zum Bahnhof Oy, mit dem Auto von Frankfurt ca. 3 Stunden (Autobahn Ulm-Füssen A7 Ausfahrt Oy). Am Abend um 19.00 Uhr begrüßt uns unser Wanderführer im gebuchten Gasthof. Nach einer kurzen Einweisung in den Ablauf der Wanderwoche gehen wir gemeinsam zum Abendessen. (A)

2. Tag: Aufstieg zur Anhalter Hütte
Ein Transfer von etwa 1,5 Stunden bringt uns nach Namlos im Namloser Tal, einem Seitental des Lechtals. Wir biegen ab in das romantische Tal des Sommerbergbaches. Bald erreichen wir Fallerschein, ein kleines, altes und kaum mehr bewohntes Bergbauerndorf aus Zeiten, als noch jedes urbar gemachte Stück Bergwiese bewirtschaftet wurde. Das dunkelbraune, wettergegerbte Holz könnte uns viel erzählen. Am Talschluss geht es steil bergauf zum Butzenjoch. Wer möchte, erklimmt mit uns die 450 Höhenmeter bis zum Gipfelkreuz der Namloser Wetterspitze (2.553 m). Die anderen genießen inmitten einer traumhaften Bergwiese Sonnenschein und einen phantastischen Ausblick. Nach Rückkehr der Gipfelstürmer machen wir gemeinsam Brotzeit. In ca. 1 ½ Stunden erreichen wir die Anhalter Hütte und haben den restlichen Nachmittag zur freien Verfügung. (F, A)

Gehzeit: 4 - 5 Stunden
Höhenunterschied: ↑ 1.200 m / ↓ 400 m

3.Tag: Über das Hahntennjoch zur Hanauer Hütte
Wir lassen den Tag entspannt angehen. Nach einem ersten Anstieg gelangen wir zum Steinjöchle, auf dessen Südseite wir in blumenreichen Wiesen steil zum Hahntennjoch absteigen. Wir wandern weiter über Pfafflar, der ältesten Siedlung im Lechtal, nach Boden – von hier aus geht es bergauf zu unserem heutigen Nachtquartier, der Hanauer Hütte. Die Hanauer Hütte liegt genau auf der Schulter eines sehr idyllischen Hochtalkessels, der von Felsriesen umgeben ist. Bald haben wir die Sonnenterrasse der Hütte erreicht und die Belohnungen für die Mühen nahen. (F, A)

Gehzeit: 5 - 6 Stunden
Höhenunterschied: ↑ 700 m / ↓ 800 m

4. Tag: Tag der Seen zum Württemberger Haus
Unser Weg beginnt abwechslungsreich durch Gelände, das zwischen überwachsenen Felsblöcken wunderschön mit Alpenrosen und Latschenkiefern durchsetzt ist. Hoch über uns baut sich die markante Dremelspitze auf, die wir linker Hand lassen, um zum Gufelseejöchl aufzusteigen. Dahinter eröffnet sich ein phantastischer Blick über den idyllisch gelegenen Gufelsee hin zu den Felsgipfeln des Gramaiser Tales. Ein leichter Abstieg und Wiesenweg führt uns am rauschenden Wasserfall des Gufelbaches vorbei an der einsamen und unbewirtschafteten Gufelhütte zum Gufelgrasjoch. Hoch über dem Tal von Gramais blicken wir auf den Talgrund mit seinem dicht mit Latschen und Lärchen bewachsenen Bachbett hinab und erkennen weit vorne das Dorf Gramais. Am Horizont dahinter bauen sich die Allgäuer Alpen erhaben auf. Nach dem steinigen Roßkarschartl geht es wieder hinab ins Wiesengelände, danach noch einmal hinauf zum Gebäudjöchl gelangen wir hinab zum Württemberger Haus. Hier wartet die „Nix-für-Warmduscher“ – Dusche auf uns. (F, A)

Gehzeit: 6-7 Stunden
Höhenunterschied: ↑ 1.000 m / ↓ 800 m

5. Tag: Durch Schiefergestein zur Memminger Hütte
Durch den Schafhimmel hindurch gelangen wir auf einsamem Pfad zum Leiterjöchl am Fuß der gewaltigen Leiterspitze. Schroffes und brüchiges Schiefergestein begleitet uns am Schiefersee vorbei auf einem langen Abstieg hinab ins Streichgampenpleisen. Der tiefste Punkt des Tages ist erreicht. An der Oberlahmshütte vorbei geht es wieder zum Oberlahmsjöchl hinauf. Bald schon können wir das Ziel unserer Tagesetappe, die Memminger Hütte mit ihrem Seewisee und den saftig-grünen Wiesen, sehen. Der Abstieg ist schnell geschehen und die Hüttenterrasse lockt, um den Tag gemütlich ausklingen zu lassen. (F, A)

Alternative: Vom Württemberger Haus nehmen wir den Weg entlang des Kamms zur Seescharte und dann hinunter zur Memminger Hütte.

Gehzeit: 6 - 7 Stunden
Höhenunterschied: ↑ 900 m / ↓ 900 m

6. Tag: Durch das Parseiertal zur Ansbacher Hütte
Durch wunderschöne Wiesen und den „Rosengarten“ führt uns der Abstieg hinab ins Parseiertal, das wir am Talschluss queren. Der Parseierbach kommt hier von den hohen, dunklen Wänden der Eisenspitze und der Parseierspitze herab, die sich über 1.300 m über uns auftürmt. Über das steile Schafgufel gelangen wir ins Langkar, dem wir bis zur Grießlscharte hinauf folgen. Die letzten 100 Höhenmeter sind mit einen langen Seilpassage gut versichert. Zum Winterjöchl ist es jetzt nur noch ein Katzensprung und wir erkennen den Hohen Riffler auf der gegenüberliegenden Talseite mit seinen funkelnden Gletschern. Auf leichtem Weg geht es nun über die Schafnock hinab zur Ansbacher Hütte, die mit einem fast unglaublichen Rundblick aufwartet. Die Abendsonne kann hier bis zur allerletzten Minute ausgekostet werden bevor sie hinter dem Arlbergpass untergeht. Aus dem Tal funkeln in der Ferne die Lichter aus dem Tal. (F, A)

Gehzeit: 6 - 7 Stunden
Höhenunterschied: ↑ 900 m / ↓ 800 m

7. Tag: Panoramablicke - über das Kaiserjochhaus zur Leutkircher Hütte
Dank seiner ganz besonderen Lage auf einem Grasrücken begrüßt uns die Morgensonne schon beim Frühstück. Rund um die Samspitze geht es sanft ansteigend zum Flarschjoch und auf seiner Nordseite zum Alperschonjoch hinab, wo der steinige Thomas-Haas-Weg beginnt. Hier helfen versicherte Stellen über die nicht enden wollenden felsigen Rinnen der Vorderseespitze hinweg. Hier ist Geduld und Konzentration gefragt. Zu unseren Füssen liegt wieder ein schöner Bergsee, der Vordersee, auf der gegenüberliegenden Talseite begleitet uns heute den ganzen Tag der Hohe Riffler. Das Hinterseejöchl führt uns auf die Nordseite der Kridlonspitze, wo wir über den malerischen Hintersee hinweg ins Kaisertal blicken. Nach der Kridlonscharte kommen dann bald wieder die Wiesenwege zum Kaiserjochhaus, wo wir bei weitläufigen Ausblicken unsere Mittags-Einkehr machen. Am Nachmittag führt uns der Weg über den Schindlekopf weiter zur Leutkircher Hütte, unserem Nachtdomizil hoch über St. Anton, dem bekannten Wintersportort am Arlberg. (F, A)

Gehzeit: 6 - 7 Stunden
Höhenunterschied: ↑ 800 m / ↓ 900 m

8. Tag: Abstieg durch das idyllische Almajurtal nach Kaisers
Die Reise neigt sich dem Ende und somit wieder der Zivilisation zu. Bei geeignetem Wetter und Interesse können wir die Besteigung des 2.757 m hohen Stanskogels in Erwägung ziehen – oder einfach einmal nichts tun bis wir uns alle gemeinsam an den Abstieg zurück in die Zivilisation machen. Durch saftige Wiesen geht es immer weiter zu Tale, die Baumgrenze rückt wieder näher sobald wir dem Almajurtalboden nahe kommen. Entlang des Almajubaches geht es lieblich bis nach Kaisers. Noch einmal 150 Höhenmeter hinauf bis zur Kirche und wir sind am Ende unserer Durchquerung der Lechtaler Alpen angelangt. Hier holt uns der Transferbus ab und bringt uns zurück nach Mittelberg. Nun heißt es feiern: Einmal quer und längs durch die Lechtaler Alpen! (F, A)

Gehzeit: 3 - 4 Stunden
Höhenunterschied: ↑ 150 m / ↓ 900 m

9.Tag: Heimreise
Nach dem Frühstück Heimreise in Eigenregie oder Verlängerungsaufenthalt. (F)

Zeichenerklärung: F = Frühstück, A = Abendessen

Wichtiger Hinweis:
Es kann jederzeit zu wetterbedingten Änderungen im Tourenverlauf kommen!

Termine und Preise

Individuell buchbar im Zeitraum Juli-August für Gruppen ab 6 Personen.

Preis (ca .€ 815,-) auf Anfrage

Leistungen

  • 8 Übernachtungen in einfachen Gasthöfen (DZ) oder Hütten (Lager)
  • Alle Transfers, Bus- und Bahnfahrten laut Programm
  • Wanderführer von HAGEN ALPIN TOURS
  • Halbpension

Nicht inbegriffen:

  • Nicht aufgeführte Mahlzeiten, Getränke
  • Trinkgelder
  • Persönliche Ausgaben etc.
  • Anreise und Abreise

Gruppengröße

6 - 16 Teilnehmer

Anforderungen/Voraussetzung

Neben gesunder körperlicher Verfassung und sehr guter Kondition sind Bergerfahrung, sicheres Gehen in steilem und abschüssigen Gelände sowie Trittsicherheit und Schwindelfreiheit zwingend notwendig. Einige Stellen des Höhenweges sind exponiert und daher mit Seilen und einer Leiter gesichert. Ausdauer für Tagesetappen zwischen 6 und 8 Stunden und Höhenunterschiede bis zu 1.200 m im Aufstieg und bis zu 1.000 m im Abstieg nötig. Es gibt auch felsige Passagen, bei denen die Hände zu Hilfe genommen werden müssen. Der Rucksack sollte nicht mehr als 8 - 10 kg wiegen und muss täglich selbst getragen werden.

Klima

Das Klima der Alpen ist wechselhaft. Es kann in den begangenen Höhen bei Schlechtwettereinbruch in jedem Monat des Jahres schneien (jedoch bleibt der Schnee im Sommer natürlich nicht lange liegen). Rechnen Sie mit heißen, sonnigen Tagen ebenso wie mit frischem Wind und Regenschauern. Sonnen- und Regenschutz, Mütze und Handschuhe gehören auf alle Fälle mit ins Gepäck.

Hinweis zur Anreise

Sie können bequem mit Auto oder Bahn nach Oy-Mittelberg anreisen. Entweder von Norden kommend über die A7, Ausfahrt Oy-Mittelberg, dann der Beschilderung nach Mittelberg folgen. Der Wagen kann in Mittelberg kostenlos geparkt werden.

Oder nutzen Sie für Ihre Bahnanreise unser Bahnspezial! Sie zahlen für Ihre Bahnfahrkarte den Spezialpreis ab Euro 62,- pro Person in der 2. Klasse mit ICE, EC/IC - Berechtigung. Das Ticket ist nicht zuggebunden. Wir holen Sie in Oy am Bahnhof ab, bitte Ankunftszeit durchgeben. Bitte geben Sie uns bei der Buchung bescheid, ob Sie das Bahnspezial buchen möchten. Bei einer späteren Bestellung müssen wir eine Servicegebühr in Höhe von Euro 15,- berechnen.

Hin- und RückfahrtPreise 2. KlassePreise 1. Klasse
bis 350 km€ 62,-€ 92,-
ab 351 km€ 102,-€ 152,-

Kindern bis 14 in Begleitung Erwachsener frei.

Ausrüstungsliste

  • 1 Tagesrucksack ca. 40 – 50 Liter Volumen
  • Personalausweis
  • Bargeld in Euro, EC-Karte
  • 1 Paar gut eingelaufene Wanderschuhe mit guter Profilsohle (die Schuhe müssen über die Knöchel hinausreichen)
  • 2 Paar Wandersocken
  • Paar Sport- oder Turnschuhe oder Sandalen
  • Hüttenschlafsack (Leintuch)
  • 1 Anorak, wind- und wasserdicht mit Kapuze (am besten aus Gore-Tex)
  • 1 Regenüberhose
  • 1 Pullover/Jacke
  • 1 lange Hose
  • 1 kurze Hose zum Wandern
  • 1 - 2 Hemden, T-Shirts
  • 1 Garnitur lange Unterwäsche
  • 1 Wasserflasche mit mindestens 1 l Fassungsvermögen
  • Sonnenhut, Sonnenbrille, Sonnencreme, Lippenschutz
  • Fotoausrüstung, Fernglas (denken Sie daran, dass Sie diese auch tragen müssen)
  • Taschenmesser, Taschenlampe, Batterien
  • Notverpflegung z.B. Schokolade, Traubenzucker
  • persönliche Medikamente
  • Wanderstöcke als Gehhilfe (Empfehlung)
  • Waschbeutel und Handtuch
  • Badehose/-anzug
  • Mütze, Handschuhe
Steinbock
Steinbock
Edelweiss
Edelweiss
Lechtal - Gipfelkreuz
Lechtal - Gipfelkreuz
Leutkircher Hütte
Leutkircher Hütte
Lechtal
Lechtal
Zwei Wanderer sitzend
Zwei Wanderer sitzend
Hanauer Hütte
Hanauer Hütte
Memminger Hütte
Memminger Hütte
Steinbock
Steinbock