1. Tag: Ankunft im Grödnertal
Eigene Anreise in das berühmteste Tal der Dolomiten - das Grödnertal. Am Abend um 19.00 Uhr begrüßt uns in der Unterkunft unser Wanderführer. Nach einer kurzen Einweisung in den Ablauf der Wanderwoche gehen wir gemeinsam zum Abendessen.
2. Tag: Aufstieg zum Rifugio Puez
Mit einem ausgiebigen Frühstück lassen wir unsere Tour gemächlich beginnen und nutzen den Lift zum Col Raiser, 600 Höhenmeter. Durch Bergwiesen führt uns der Weg am Fuße der Geislerspitzen hinüber zur Regensburger Hütte. Über die Forcella Forces Sielles auf 2.512 m gelangen wir auf das beeindruckende Puez Plateau, auf dem unser Nachtdomizil, das Rifugio Puez (2.475 m) liegt.
Gehzeit: 3 - 4 Stunden
Höhenunterschied: ↑ 500 m / ↓ 200 m
3. Tag: Über das Grödnerjoch zum Rifugio Pisciadu in der Sella
Heute sind wir auf dem Dolomitenhöhenweg Nr. 2 unterwegs. Nach der felsdurchsetzten Wiesen-Hochfläche des Puez geht es hinauf auf die Forcella Chiampai und mitten durch bizarre Felszähne weiter zum Passo Cir, wo es dann hinab zur Passstraße des Grödnerjochs geht. Vom Pass führt uns der Weg durch das immer steiler werdende Schuttkar des Val Setus empor, einige gesicherte Stellen erleichtern uns den Übergang zu den gut zu begehenden Wegen in den Felsen der Sella. Wir gelangen nach etwa 2 Stunden zum Rifugio Pisciadu, das in einer mondähnlichen Landschaft liegt.
Gehzeit: 5 - 6 Stunden
Höhenunterschied: ↑ 600 m / ↓ 500 m
4. Tag: Über den Piz Boè zum Rifugio Pralongia
Heute freuen wir uns auf den Gipfelsturm des Piz Boè, ein Dreitausender, der mit einem atemberaubenden Rundblick über fast die gesamten Dolomiten lockt. Am Pisciadusee vorbei gelangen wir immer höher hinauf auf das riesige von Felsen überhäufte Plateau der Sella. Wir erreichen bald das Rifugio Boè, von wo aus wir nach einem etwa einstündigen Aufstieg den 3.152 m hohen Gipfel erreichen. Aug in Aug stehen wir vor der Königin der Dolomiten: der Marmolada. Hoch über dem Sellastock liegen uns in der Ferne Geislerspitzen, Langkofel, Schlern, Rosengarten, Civetta, Pelmo, Sorapis, Tofane und Kreuzkofel zu Füßen. Hier genießen wir unsere Mittagspause. Auf verwundenen Pfaden geht es nun steil zum Passo Campolongo hinab. Der lange Abstieg fordert unsere volle Konzentration, es geht durch eine einzigartige Felslandschaft mit atemberaubenden Ausblicken immer tiefer, den saftigen Wiesen entgegen. Wir gönnen uns eine Abstiegshilfe mit dem Sessellift. Auf 1.860 m Tiefe angekommen geht unser Blick stolz zurück, 1.300 m steil empor zum Felsmassiv über uns. Ein leichter Wiesenweg führt uns in einer guten Stunde zu unserem idyllisch gelegenen Berghaus Pralongia.
Gehzeit: 7 - 8 Stunden
Höhenunterschied: ↑ 900 m / ↓ 900 m
5. Tag: Über Almwiesen zu den Schützengräben am Fuße der Tofana
Wir nähern uns heute der blutigen Geschichte der Dolomiten. Wir kommen zum Col di Lana, dem Blutberg, auf dem Tiroler Kaiserjäger die todbringende Sprengung ihres besetzten, strategisch wichtigen Gipfels erwarteten. Am Passo Falzarego blicken wir hinauf zum Lagazuoi, zu dessen Gipfel unterirdisch im Fels ein über tausend Meter langer Tunnel emporgetrieben wurde, um auch diese Helden in die Luft zu sprengen. Am Fuße der gewaltigen Tofana wandern wir bis zu unserer Unterkunft im Rifugio Dibona.
Gehzeit: 5 - 6 Stunden
Höhenunterschied: ↑ 400 m / ↓ 500 m
6. Tag: Cortina d´Ampezzo
Es geht zu Tale nach Cortina d' Ampezzo, dem berühmten Austragungsort der olympischen Winterspiele 1956. Ein erster Aufstieg bringt uns in das Skigebiet von Cortina am Fuße der Tofana. Wir überblicken das gesamte Tal von Cortina d'Ampezzo. Über die steile Damenabfahrt von Cortina gelangen wir schnell tiefer und finden im Wald die Olympia-Bobbahn, an deren Trasse wir bis hinab ins Tal wandern. Gegen Mittag kommen wir in unserer Unterkunft in Cortina an. Der restliche Tag steht zur freien Verfügung.
Gehzeit: 4 - 5 Stunden
Höhenunterschied: ↑ 200 m / ↓ 1.100 m
7. Tag: Zu den Drei Zinnen
Gut ausgeruht brechen wir früh am Morgen auf. Ein Bus bringt uns zum Lago di Misurina, von dessen Ufer aus wir durch malerische, einsame Wälder am Fuße der Grupo di Cadini entlang wandern. Gegen Mittag erreichen wir das Rifugio Auronzo am Südfuß der berühmten Zinnen. Wir entfliehen den "Turnschuhtouristen" und umrunden die berühmten Zinnen auf der Westseite, um im Anblick der gewaltigen Drei Zinnen Nordwände zum Rifugio Locatelli zu gelangen. Nun befinden wir uns an einem der berühmtesten und beliebtesten Plätze Südtirols. Im warmen Licht der Abendsonne können wir diese einzigartige Kulisse in vollen Zügen genießen und den einen oder anderen künstlichen Tunnel aus Zeiten des Krieges an dieser Stelle erkunden.
Gehzeit: 4 - 5 Stunden
Höhenunterschied: ↑ 300 m / ↓ 1.100 m
8. Tag: Durch die Sextener Dolomiten nach Sexten
Auf alten Kriegspfaden queren wir am Fuße der berüchtigten Stellungen des Paternkofels über Geröllfelder hinüber zur Büllelejochhütte. Langsam führt der Weg weiter hinab zur Rifugio Zsigmondy-Comici und weiter durch das Bacherntal zur Talschlusshütte im Fischleintal. Jetzt sind es nur noch wenige Meter bis zum Fischleinboden, wo wir von unserem Bus in Empfang genommen werden, der uns zurück ins Grödnertal, dem Start unserer Tour bringt. Dort beschließen wir unsere Eindrücke der vergangenen Woche mit dem einen oder anderen Gläschen Südtiroler Rotwein und einem zünftigen Abendessen.
Gehzeit: 3 - 4 Stunden
Höhenunterschied: ↑ 100 m / ↓ 1.000 m
9. Tag: Heimreise
Nach dem Frühstück Heimreise in Eigenregie oder Verlängerung.
Wichtiger Hinweis:
Es kann jederzeit zu wetterbedingten Änderungen im Tourenverlauf kommen.










